koenigsegg → Quant
Rückblickend auf den vor knapp 2 Wochen zu Ende gegangenen Genfer Autosalon bleibt fest zu halten, dass auch mein Lieblings-Supersportwagenhersteller Koenigsegg eine Enthüllung verbuchen konnte. Die Studie “Koenigsegg Quant”. Und was soll ich sagen, auch Koenigsegg springt auf den greencar-Zug auf, sprich – Elektromotoren. Und das auch noch in Reinkultur, also kein Hybrid, sondern nur Strom. So weit, so schlecht für Speedfreaks und V8-aufwärts-Enthustiasten (wie mich).
Ein “Quant”-um Trost!!!
Wenn man sich die bemerkenswerten Daten von 512 PS und 275 km/h Spitze auf der Zunge zergehen läßt, wird einem klar was die Schweden da zusammengeschustert haben. Die angegebenen 500km Reichweite kann man allerdings schnell wieder aus dem Gedächtnis löschen. Denn unter “Volllast” sollte die Reichweite nichtmal ein Fünftel betragen. Eine Energierückspeisung während des Bremsens ist auch dabei, was sich bei den Geschwindigkeiten ja durchaus lohnen könnte.
Also ein “Quant”-ensprung?
Das sicherlich nicht. Dafür ist die momentane Technik noch zu unstabil. Auch wenn ein Ladezyklus an der Steckdose gerade mal 20 Minuten dauern soll. Allerdings ist die mobile Ladetechnik wohl wegweisend. In die Oberfläche des Chassis integrierte Solarzellen sollen dafür sorgen, dass einem bei Tempo 200 nicht auf halber Strecke sprichwörtlich der Saft ausgeht. Bei schönem Wetter ist dann die Zwangspause an der heimischen Steckdose wohl überflüssig. Aber genug Zeit bis zum Release hat er ja noch, wenn er überhaupt erscheint.
Größter Kritikpunkt meiner Meinung nach ist das, verglichen mit den anderen Modellen des Herstellers, schreckliche Design. Wirkt so, als ob man einem 3-Jährigen ein paar Buntstifte in die Hand gedrückt hat.
Fazit: Wie wohl jedes Modell der Firma Koenigsegg eher ein Spaßauto für Zwischendurch, aber mit wegweisender Technik. Für Leute mit dem passenden Kleingeld könnte also demnächst das Motto lauten: “nach Dubai ziehen, Quant kaufen, Spaß haben”.
