Meine Streifzüge durch Youtube haben etwas hervorgebracht, was selbst mir als Hardcore-Metaler schon fast schwer fällt zu hören. Ich habe doch tatsächlich einen Track oder besser eine Band gefunden, die Triple-Bass spielt. Das klingt dann dermaßen krass, dass man eigentlich nur noch Kopfschmerzen bekommen kann.
Hörts euch einfach selbst an. (Leute die Metal eher selten hören sollten den Track einfach vorpuffern lassen und dann für rund 10 Sekunden bei 1:04 einsteigen.)
Eigentlich wird das Prädikat “… der Woche” dem gleich empfohlenen Album in keinster Weise gerecht. Denn für mich ist es in Soundtrack-technischer Sicht definitiv eines der Alben des Jahrhunderts. Es geht um den Soundtrack zum Sci-Fi-Thriller “Sunshine” von Danny Boyle (Trainspotting, 28 Days Later, Slumdog Millionär) aus dem Jahre 2007. Komponiert hat das gute Stück John Murphy (Snatch, 28 Days Later, Kick-Ass).
Die Musik passt einfach in allen Lagen zum hervorragenden Film, der an den Kinokassen leider zu Unrecht etwas unterging. Zusammen mit den englischen Elektronikern von Underworld vermochte er es einen einfühlsamen, spannenden, psychisch angreifenden und eindringlichen Soundtrack zu schreiben. Ihr merkt schon, hier gibts alle Facetten. Aber die kommen nicht alle auf einmal, so nach dem Thema: “Hier haste!” Nein, jede Szene wird mit den passenden Noten hinterlegt. Und das beste an der Sache ist, dass man die Musik auch ohne den Film hören kann. Vielen fällt so etwas schwer (mir nicht ), weil sie dann nichts mit der Musik anfangen können. Hier ein Tipp: probiert diesen mal. Es wird funktionieren!
Mein Lieblingsstück ist das Thema des Films, welches dann natürlich auch den Titel des Filmes als Namen trägt. Oder anders: “Adagio in D-Moll”. Klingt das allein nicht schon saumäßig gut?
Nebenbei gesagt hasse ich es eigentlich wie die Pest, wenn Komponisten ihre Themen in mehreren Filmen recyceln, denn in Kick-Ass kommt dieses Thema auch vor. Auch wenn es hier nicht das eigentliche musikalische Thema des Films ist, sondern lediglich eine Szene hinterlegt.
Aber bei so einem Song darf der Kerl es so oft recyclen wie er will.
Und genau diesen Song möchte ich euch nicht vorenthalten. Viel Spaß!
Ich bin mal wieder über eine geniale Erscheinung der Musikszene gestolpert.
Die amerikanische Powermetal-Band “Powerglove” covert Hits aus bekannten Videospielen. Mit dabei sind u.a. Tetris, Mario, Zelda und Final Fantasy. Und das Beste: er klingt einfach nur Hammer!
Überzeugt euch selbst mit meinem persönlichen Liebling Tetris.
Es gibt ein neues Lied von “OK GO” dass “This Too Shall Pass” heißt (Danke an Anne ).
Nach ihrem letzten Kracher, besonders was das berühmte Laufband-Video angeht, haben die es doch tatsächlich geschafft dem Ganzen noch eins drauf zu setzen. Und zwar mit einer Rube-Goldberg-Maschine. Die ist so phänomenal und abgefahren, dass es eine wahre Wonne ist sich das Video zu geben. Fernab des Videos gefällt mir aber auch das Lied extrem gut.
Passend zur eben abgeschlossenen Trilogie kommt jetzt eine Musikempfehlung, die zwei Besonderheiten bereit hält.
Zum einen handelt es sich um deutschen Text und zum anderen um weichen Teenie-Rock. Ich weiß, ich weiß, Asche auf mein Haupt für diesen Frevel. Aber dieses Lied macht irgendwie Laune. Gemeint ist “Drei” von den Killerpilzen. Einen etwas komischen Nachgeschmack hat die ganze Sache dann aber doch, denn gerade der Refrain hat irgendwie den typischen “Die Ärzte”-Groove. Überhaupt erinnert einen das Ganze stark an “Super Drei” eben jener. Na wenigstens werden sie im Text genannt.
Dieser Artikel richtet sich alle Windows-Nutzer, die des Öfteren mit störrischen und abstürzenden Betriebssystemen zu tun haben. Man kann dem ganzen auch gute Seiten abgewinnen.
Warum habe ich nur das komische Gefühl im Bauch, dass sich mein Blog so langsam aber sicher zu einer Oberfläche für Musikempfehlungen entwickelt. Ach, was red ich, sch*** drauf, es macht Spaß. Also zumindest mir.
Deswegen auch gleich die nächste und, bimmelimm, mal wieder ein …der Woche. Diesmal der Interpret der Woche: David Garrett.
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich bin wohl eher so nen Mittelding. Wenn ich ihn in irgendwelchen Shows rumhopsen sehe, könnte er mir nicht ferner sein. Wenn ich seine Musik höre, könnte er mir nicht näher sein.
Obwohl, im Grunde macht er ja nix Neues. Die Neuinterpretation klassischer Musik durch Popelemente hat Rondo Veneziano vor 15 Jahren schon gebracht. Aber er macht es irgendwie greifbarer und cooler (Thunderstruck for life!!). Kein Orchester das von oben herab auf einen herniederspielt. Nur der eine Typ da vorne, im besten Alter, mit lose zusammengebundenem Zopf. Wo hats sowas schon mal gegeben? Und dann spielt der auch noch Klassik, wobei ihn jeder für nen metalhead ohne Lederkluft halten könnte. Das macht ihn sympatisch.
Technisch gesehen hat er es musikalisch natürlich voll drauf. Das kann man ja auch erwarten, bei einem der seit seinem 4. Lebensjahr die Geige fiedelt. Und aus Sicht der Noten beherbergt er eine gute Mischung. Sein altes Album “Encore” ging, als ich noch im Saturn saß, mächtig deftig über die Ladentheke. Und selbst Leute, die sich musikalisch sonst wohl eher Herrn Carpendale & Co widmen, waren dabei.
Auf seinem neuen Album, auf dem er sich wieder der klassischen Klassik (bewußtes Wortspiel ) zuwendet, zeigt er durch extra Violinenstücke was er so kann. Denn da muss er mehr leisten, als in Popsongs eher nebenher zu fiedeln. Und immer nur Pop auf Klassik getrimmt ist ja auch langweilig.
Als Hörbeispiel hänge ich allerdings einen echten Kündigungsgrund für Vermieter an. Gemäß Artikeltitel einfach Anlage aufdrehen, youtube-Fenster anklicken und die Boxen sich selbst entstauben lassen.
Viel Spaß!
Durch die Möglichkeit per W-Lan ins Netz zu gehen, haben sich meine Computeraktivitäten in letzter Zeit stark vom Festrechner in Richtung Laptop verlagert. Das hat durchaus seine gute Seiten, wie Mobilität und Stromersparnis, aber auch so seine Tücken. An vorderster Front rangiert für mich als Musikliebhaber hier eindeutig die eingeschränkten Möglichkeiten der Musikwiedergabe. Da die Boxen auf meinem Schreibtisch untergebracht sind, ich aber meistens auf dem Sofa sitze, bleibt mir nur die Möglichkeit der eingebauten Blechtrommeln meines Laptops. Oder aber ich verlege meine 5m Klinkekabelverlängerung durchs halbe Zimmer, um dann Musik aus gefühlten 10m Entfernung zu hören. Oder ich greife auf die naheliegendste Lösung zurück: Kopfhörer.
Ich mein, wozu habe ich vor Ewigkeiten eine Stange Geld für ein gutes Headset ausgegeben, wenn ich es kaum nutze? Ich weiß, das Teil kann mit Qualitätskopfhörern nicht wirklich mithalten, aber unter den Headsets ist es wohl der Ferrari, oder sowas in der Richtung. Sennheiser sei Dank. Nach eingehender Praxisprüfung kann ich also nur bestätigen, dass sich ein ganz anderes Klanggefühl bemerkbar macht. Man hat das Gefühl näher dran zu sein. Was man ja eigtl. auch ist, schließlich sitzen die Dinger direkt auf den Ohren. Auf alle Fälle bestärkt es den Gedanken über ein Paar gute Kopfhörer nachzudenken, was nicht heißt, dass ich jetzt in den nächstbesten Elektromarkt renne um mir welche zuzulegen. Aber wenn, dann dürften es gerne diese hier sein.
Und keine Angst Mutti, ich höre auch nicht zu laut.
Heute soll es mal wieder um eine Soundtrackempfehlung gehen. Allerdings hat die Sache einen kleinen Haken, der für so manche zum großen werden könnte. Denn es handelt sich um einen Album-Soundtrack, also Lieder von normalen Künstlern die in einem Film vorkommen und nicht die musikalische Untermalung der Bilder des Films.
Um noch konkreter zu werden: der Soundtrack zu Saw 6.
Der Film läuft bei uns in Deutschland noch nicht und ist nach dem guten ersten Teil wahrscheinlich saumäßig schlecht, aber darum solls mir hier auch nicht gehen. Es geht nur um die Scheibe. Und leck oh Pfeife, was für nen Teil da raus gekommen ist!
An dieser Stelle setzt dann auch der Haken für viele ein, denn wie für das Horrorgenre üblich, ist die Scheibe randvoll mit feinstem Metal und Rock gefüllt. Darunter finden sich absolute Newcomer wie “Miss May I” (Debütalbum erst dieses Jahr), aber auch altgediente Meister wie meine heiß geliebten Jungs von “Chimaira” oder “Hatebreed”. Und die Mischung geht ab wie Schmidts Katze. Sorry an alle Schmidts da draußen, ist nicht bös gemeint.
Nun, was macht den Datenträger so interessant? Zum einen die Auswahl der Interpreten und ihrer Werke. Man merkt, dass die nicht irgendetwas genommen haben, so nach dem Motto “hauptsache es dröhnt”. Und zum anderen die pure Mischung unternander. Eben noch doublebass und aggressive vocals galore und danach was seichteres. Allerdings bleiben die Sprünge im Rahmen, so das man nach einem eher ruhigeren Stück (metalmäßig ruhig, nicht verwechseln ) nicht gleich nen Herzkasper bekommt, wenn das krasseste geshredder aus den Boxen schallt.
Sehr zu empfehlen dabei die Jungs von “Miss May I”. Wer in den ersten 28 von 212 Sekunden ein doublebass vom Feinsten hinlegt ist schon so gut wie gekauft. Aber auch danach können sie auf der ganzen Linie überzeugen. Aus diesem Grund stammt das Hörbeispiel auch von ihnen. Den Rest könnt ihr unter diesem Amazon-Link probehören.
Ich wollte heute mal wieder eine musikalische Vorstellung und Empfehlung aussprechen, nachdem es damit in letzter Zeit ja dünne wurde.
Heute handelt es sich um die amerikanische Metalcore-Band “Bury Your Dead”.
Die Musik besteht aus massivem Bass (meist double-bass ), extrem wuchtigen Gitarrenriffs (erinnern stark an Thrash-Metal) und einer gesamtmusikalischen Mischung aus Kraft und Schwere. Der Gesang ist, wie bei Metal üblich, guttural. Speziell handelt es sich hier um das sogenannte “shouting” (z.dt. rufen, schreien), vom Sänger sehr gut gemacht.
Und wenn die fünf Jungs aus Massachusetts all das in eine große Schüssel werfen, gut umrühren und dann auch noch mit einer ordentlichen Portion an melodischen Highlights würzen, kommt am Ende ein absoluter Festschmauß für Metal-Liebhaber raus.
Bei mir läufts auf alle Fälle in der iPod-Dauerschleife.
Für das angehängte Video spreche ich eine ausdrückliche Warnung aus!
Sollte man der Metal-Szene gegenüber feindlich gestimmt sein, empfindliche Trommelfelle oder nervöse Nachbarn (diese Musik auf Kinderlautstärke fetzt nicht!) aufweisen, rate ich dringed vom Klicken des Play-Knopfs ab.
Wenn einer klickt und es danach bereut: Ich hab euch gewarnt!!