life → The Final Chapter
Lange hats gebraucht, um so gut zu werden. ![]()
Gemeint ist der krönende Abschluss meines ersten Cider-Kompendiums. Da alle guten Dinge drei sind, und das beste immer zum Schluss kommt, schließen “Strongbow”, “Strongbow Black” und “Bulmers” die Cider-Trilogie ab. Und das Beste: diesmal mit Fotos (aufgrund des Wunsches eines einzelnen Herrn, Gruß nach Frankreich
).
Den Anfang soll also “Strongbow” machen. Nun, was soll man zu diesem edlen Stöffchen noch sagen. Meine Cider-Historie begann mit “Strongbow” und dadurch ergibt natürlich nach wie vor eine tiefe Verbundenheit mit diesem herrlich erfrischenden und herben Cider. Grundsätzlich kann man “Strongbow” in den Regionen der herberen Cidersparte einordnen. Allerdings bleibt der alkoholische Umtrunk stets erfrischend und schmackhaft. Die herbe Note wirkt sich also nie störend aus. Die Durchschlagskraft eines Langbogens hat die herbe Note allerdings nicht (im Gegensatz zu seinem gleich folgenden Bruder). Präsent, aber nicht aufdringlich. Traditionell wird “Strongbow” auf Eis serviert, damit der herbe Unterton etwas beschwichtigt wird. Strongbow ist der klassische Mainstream-Cider, der aber dennoch über eine eigenständige Note verfügt und damit allen Neueinsteigern empfohlen sei.

Strongbow
Ebenfalls aus dem Hause Strongbow stammt die Mischung “Strongbow Black”. Das Cover der Dose besticht durch das namensgebende Schwarz in Kombination mit einem chromfarbenen Helm des besagten Langbogenschüzen. Im unteren Bereich ist auch gleich der Hinweis “Strong Dry Cider” gegeben, damit der Trinker weiß was ihn erwartet. Ich für meinen Teil hatte ja irgendwie gehofft, so abstrus das auch klingen mag, das der flüssige Inhalt schwarz sei. In dieser Hinsicht bin ich allerdings enttäuscht worden. Erfrischend ist das Teil aber alle mal (so wie ja eigtl alle Cider), stellt sich also die Frage der herben Note. In dieser Hinsicht rangelt er mit “Blackthorn” um die Vorherrschaft und schlägt ihn mit einem knappen Vorsprung von 1 mm. Warum? Das wird kniffelig und sprichwörtlich eine Geschmacksfrage. Gleichheit in der Erfrischung, Gleichheit in der herben Note. Einzig im Nachgeschmack hat der “Strongbow Black” die Nase einen Hauch vorn, da er eindeutig als Apfel identifizierbar ist. Bei “Blackthorn” artet das in Rätsel raten aus.
Wie allen herberen Cidern sei die Zutat Eis an dieser Stelle empfohlen. Empfehlen kann man diesen Tropfen ganz klar Leuten, die gerne herben Cider trinken oder mal was neues ausprobieren wollen.

Strongbow Black
Last but not least schließt der König der Cider dieses Kompendium. Die Rede ist von “Bulmers“. Den Apfel rückt Bulmers im Cover demonstrativ in den Vordergrund, denn ohne den gäbs ja keinen Cider. Ansonsten dominieren schwarz und gelb, die Firmenfarben. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass Bulmers nur innerhalb Irlands “Bulmers” heißt, außerhalb wird daraus “Magners”. Warum das Ganze? Ganz einfach. In England gibt es die Firma H.P. Bulmer, die z.B. auch “Strongbow” herstellt. Die haben aber nix mit dem namensverwandten Cider zu tun. Um Verwechslungen vorzubeugen, wird aus “Bulmers” dann eben “Magners”. Geschmacklich stellt “Bulmers” eine Besonderheit dar. Klar erfrischend wie alle ist auch er, aber der Geschmack wechselt fast periodisch zwischen süßlich und der natürlich herben Note des Apfels. Überhaupt hat man das Gefühl die Apfelgrundlage sei irgendwie frischer, überzeugender. Dieser fantastische und in den Bann ziehende Geschmack ist auch der Anlass zur Krönung zum König. Auch dieser Cider wird traditionell auf Eis serviert, von daher ist die Eisfrage bereits geklärt. Nun, eigtl. möchte man diesen Cider jedem empfehlen. Auf der anderen Seite besteht dann aber die Gefahr, dass man anderen Cidern überhaupt keine Chance mehr gibt und das wäre echt schade.

Bulmers
Ein Wort noch zum Alkoholgehalt aller getesteten Cider, der normalerweise um die 4,5% pendelt. Schwächstes Glied ist “Woodpecker” mit 3,5% und die Mehrheit liegt im Mittelfeld, ehe “Strongbow” dann mit 5,3% die Hatz um die Alkoholspitze eröffnet. Platz 2 geht an “Scrumpy Jack” mit 6% und die Goldmedaille an “Strongbow Black” mit, für Cider wahnwitzige, 7,5%. Aber das ist ja nicht das Wichtigste, sollte nur erwähnt werden.