... der Woche Auf Anschlag

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Warum habe ich nur das komische Gefühl im Bauch, dass sich mein Blog so langsam aber sicher zu einer Oberfläche für Musikempfehlungen entwickelt. Ach, was red ich, sch*** drauf, es macht Spaß. Also zumindest mir. :)
Deswegen auch gleich die nächste und, bimmelimm, mal wieder ein …der Woche. Diesmal der Interpret der Woche: David Garrett.
Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn. Ich bin wohl eher so nen Mittelding. Wenn ich ihn in irgendwelchen Shows rumhopsen sehe, könnte er mir nicht ferner sein. Wenn ich seine Musik höre, könnte er mir nicht näher sein.
Obwohl, im Grunde macht er ja nix Neues. Die Neuinterpretation klassischer Musik durch Popelemente hat Rondo Veneziano vor 15 Jahren schon gebracht. Aber er macht es irgendwie greifbarer und cooler (Thunderstruck for life!!). Kein Orchester das von oben herab auf einen herniederspielt. Nur der eine Typ da vorne, im besten Alter, mit lose zusammengebundenem Zopf. Wo hats sowas schon mal gegeben? Und dann spielt der auch noch Klassik, wobei ihn jeder für nen metalhead ohne Lederkluft halten könnte. Das macht ihn sympatisch.
Technisch gesehen hat er es musikalisch natürlich voll drauf. Das kann man ja auch erwarten, bei einem der seit seinem 4. Lebensjahr die Geige fiedelt. Und aus Sicht der Noten beherbergt er eine gute Mischung. Sein altes Album “Encore” ging, als ich noch im Saturn saß, mächtig deftig über die Ladentheke. Und selbst Leute, die sich musikalisch sonst wohl eher Herrn Carpendale & Co widmen, waren dabei.
Auf seinem neuen Album, auf dem er sich wieder der klassischen Klassik (bewußtes Wortspiel ;) ) zuwendet, zeigt er durch extra Violinenstücke was er so kann. Denn da muss er mehr leisten, als in Popsongs eher nebenher zu fiedeln. Und immer nur Pop auf Klassik getrimmt ist ja auch langweilig.
Als Hörbeispiel hänge ich allerdings einen echten Kündigungsgrund für Vermieter an. Gemäß Artikeltitel einfach Anlage aufdrehen, youtube-Fenster anklicken und die Boxen sich selbst entstauben lassen. :mrgreen:
Viel Spaß!

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4 Responses to “Auf Anschlag”

  1. Magda Says:

    gregor,
    bist du auch ganz sicher, dass du nicht den berufszweig verfehlt hast. dieser eindruck kam mir schon öfters. ;)
    das witzige an der ganzen sache sind ja, also meiner meinung nach, deine präzisen erläuterungen der jeweiligen werke. obwohl du nie im leben eine musikschule von innen gesehen (also was man wirklich ernst nehmen könnte) und du eigentlich keinerlei ahnung von musik (-theorie, -klang, -zusammensetzung und was weiß ich) hast, so sind deine schilderungen doch immer so detailiert, emotional, kritisch, ernsthaft und voller herzblut, so dass man meinen könnte, dass du seit 30 jahren nichts anderes machst. amüsant, höchst amüsant!

  2. greg Says:

    es freut mich natürlich sehr, dass dir dieser und andere artikel derart gefallen.
    den berufszweig habe ich wohl nicht verfehlt. allerdings macht mir das schreiben und recherchieren der einzelnen artikel immer sehr viel spaß.
    das mit der musikalischen erziehung stimmt natürlich voll. ich versuche einfach immer das, was ich beim hören, oder auch danach, so empfinde und denke, irgendwie in worte zu packen und auch für andere verständlich zu machen. von der seite her ist es also die pure beschreibung meiner wahrnehmung. und doch glaube ich irgendwie, dass sich im laufe der zeit ein gewisses verständnis für musik entwickelt hat. wenn man beispielsweise so viele soundtracks wie ich besitzt, dann geschieht das durchaus bewußt. und auch das hören von musik geschieht zu 90% bewußt und nicht so nebeher. von daher lasse ich mich auch jedes mal in einer gewissen art und weise darauf ein und “erlebe” sie sozusagen.
    aber die hauptsache ist ja, dass es verstanden und gemocht wird. und das ist ja zumindest bei dir der fall*. :)

    *) bei anderen weiß ich es leider nicht, deswegen kann ich nur magda nennen. und anne vlt.

  3. anne Says:

    Streiche bitte das vlt. hinter meinem Namen.

    Auch ich möchte diese Plattform hier mal nutzen, um ein Lobeslied an Dich zu senden.
    Deine detaillierte Beschreibung von Musik und die Fähigkeit, Gehörtes in Worte zu fassen, sind sehr beeindruckend.

    Was mich vor allem beeindruckt:
    Du vermagst es, mir – der Metalmusik relativ fern liegt, ein Verständnis dieser Musik zu entlocken. Nachvollziebar zu machen, was dich daran interessiert, was du erkennst, was dich an der Musik bewegt.

    Und überrascht bin ich auch immer wieder, wie weit dein Spektrum sich erstreckt.

  4. greg Says:

    oh mann. da erröte ich ja fast vor verlegenheit, bei soo viel lob. danke sehr dafür. :)
    bestärkt mich sehr darin, auch in zukunft weiter zu machen.